Wofür das Ganze?

Wofür das Ganze?

Dazu müsste ich erstmal das "Ganze" definieren.

In meinem Fall bezieht es sich auf mein Studium. Ich bin momentan in der Vorbereitungsphase, d.h ich schreibe in einer Woche meine Klausuren. Der Kopf könnte nicht voller sein mit irgendwelchen Information zum passenden Thema. Seit Tagen bin ich nur am nachrecherchieren, lesen und Lernzettel erstellen. Und wozu? Na logisch, um die Klausur zu bestehen. Aber selbst wenn ich die Klausur nicht bestehen sollte, aus welchen Gründen auch immer, habe ich noch mindestens 2 Mal den Versuch diese Klausur zu wiederholen und zu bestehen.

Doch ich habe den Anspruch an mich selber diese im 1. Versuch zu bestehen. Und warum das wieder? Weil ich mein Studium in Regelstudienzeit absolvieren möchte und doch irgendwie noch ne ganz gute Bachelornote dabei rumkommen soll.

Heute sehe ich das ganz anders als damals in der Schule. Ich habe von Klassenarbeit zu Klassenarbeit gelebt, und wenn ich dann halt eine 5 oder 6 geschrieben habe war es mir teilweise egal. Schließlich waren die Noten erst ab der 12. Klasse für mich wichtig. (Hier ist vielleicht wichtig zu erfahren, dass ich noch einer von den Altabiturientinnen bin, die neben der Schule auch noch Freizeit und ein Privatleben hatten) Bis zur 11. Klasse war es mir relativ egal, was für einen Notenschnitt ich hatte, zumal ich eigentlich sowieso kein Abitur machen wollte. Mein Privatleben und meine Freizeit waren mir zu dem Zeitpunkt um einiges wichtiger. Andererseits, als ich dann doch Abitur gemacht habe, merkte ich zunehmend, dass ich mich hinsetzten und lernen musste. Dies tat ich aber nicht für meine Eltern, die mir schon immer im Rücken standen(wie normalerweise jede Eltern) und meinten ich müsse gute Noten mit nach Hause bringen. Ich tat es für mich, um mir zu beweisen das ich etwas durchziehen kann -  und das auch noch mit einem relativ guten Schnitt.

Aber dennoch zeigt es mir, dass ich (fast) alles richtig gemacht habe in meiner Schulzeit. In Fächern, in denen ich Spaß hatte und die mich auch interessiert haben war ich automatisch Notentechnisch besser als in anderen Fächern, die mir nicht so gelegen haben. Und nur weil ich in der ein oder anderen Klausur oder Klassenarbeit eine 4, 5 oder 6 geschrieben habe, heißt es ja nicht, dass man dumm ist. Oder das SchülerInnen in der Schule nichts lernen würden.

Heute, im Studium, sagen meine Eltern nicht mehr, dass ich gute Noten mit nach Hause bringen muss. Sie haben in der Abiturphase gesehen, dass ich selber entscheiden kann, was für diesen Moment wichtiger ist. In diesem Fall war es das Lernen.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, ja und? Was will sie uns damit sagen?

Ich glaube, dass jeder Einzelne für sich selber seine eigenen Prioritäten setzen muss. Eltern sollten, meiner Meinung nach, nicht noch mehr Druck auf ihr Kind ausüben, als sie es ohnehin schon vermitteln bekommen, durch die Gesellschaft, Institutionen, Freunden und Bekannten oder sonst wem.

Wenn ein Kind in der 7. Klasse gut ist, sagt das noch lange nichts darüber aus, ob es später einmal studiert oder nicht.

Und im Endeffekt wird das Kind sowieso selber entscheiden was gut für einen selbst ist oder nicht. Früher oder später.  

 

"Wenn du versuchst es allen Recht zu machen, dann hast du mit Sicherheit einen vergessen: Dich"

 

Gedanken einer Studentin. :D

Schönen Abend noch!

19.1.15 17:40, kommentieren

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Gedanken über Gedanken.

Hallöchen miteinander..

Ich bin ein Mensch, der sich sehr viele Gedanken macht. Sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Ich habe gelernt, dass es kein Zeichen von Schwäche ist, wenn man hinfällt. Schwäche ist es dann, wenn man liegen bleibt. Aber ab und zu muss man für einen Moment schwach sein, damit sich das eigene Gefühlschaos beruhigen oder auch wieder ordnen kann, um dann gestärkt wieder aufstehen zu können. Erst dann kann man sein Leben in die eigenen Hände nehmen und es individuell gestalten. Schließlich ist jeder für sein Leben selbst verantwortlich.

Denn nicht vergessen:

"Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden"

Marlon Brando

 

 


 

 

16.1.15 16:42, kommentieren